Jasmin Glock - Deutsche Vizemeisterin 2011

In Schwenningen erfüllte sich für Jasmin Glock ein Sportlertraum. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft errang sie im Anhieb Silber!  In der Klasse Cerebralparese Stehende Klasse setzte sie sich souverän gegen Sportler aus Lübeck und Neckarsulm durch. Jasmin betreibt seit 2006 Karate im TSV Wolfskehlen. Dort trainiert sie 2-3mal wöchentlich bei Ronny Wagner. Jasmin ist seit Geburt behindert und machte schon im Brutkästchen Physiotherapie. „Jassi“ (so wird sie genannt) muss ihr Leben lang Dehnübungen machen. Und die gleichen Übungen, die sie jede Woche mit ihrer Physiotherapeutin macht, werden als Aufwärmübungen in Karate durchgeführt. „Jassi“ ist durch ihre Disziplin, ihren Willen und ihr liebes Wesen ein Vorbild für alle anderen.  Jasmin möchte auch einmal den schwarzen Gurt tragen und  gerne Trainerin werden und sicher noch an weiteren Wettkämpfen teilnehmen. Jasmin möchte alle Menschen mit Behinderung, insbesondere Kinder und Jugendliche, ermutigen, mit Karate anzufangen und den Schritt in einen Verein zu wagen.
Der Hessische Fachverband für Karate e. V. ist Partner des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations Sportverbandes (HBRS). Interessierte Übungsleiter und Trainer haben die Möglichkeit sich über eine Ausbildung im Bereich „Karate für Menschen mit Behinderung“ fortbilden zu lassen. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.karate-in-hessen.de.
 

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Karate in Hessen als Behindertensport anerkannt

 

Herr Knapp, Präsident HBRS, überbrachte am Verbandstag die gute Nachricht, dass Karate als Behindertensport anerkannt worden ist. Erste gemeinsame Veranstaltungen wurden sogleich zwischen ihm, Reinhard Schmidt-Eckhardt und Schahrzad Mansouri besprochen. Über Ausbildungslehrgänge im Bereich "Karatetraining für Menschen mit Behinderung" wird zeitnah berichtet!

                         

 

 

Kooperation HFK - HBRS

 

Mit neuem Elan in die Zukunft. Einen guten Start in die Woche gab es am gestrigen Montag für den Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS): Staatssekretär Boris Rhein aus dem Ministerium des Innern und für Sport überreichte dem Verband den Bewilligungsbescheid der hessischen Landesregierung für die Förderung des Sports für Behinderung. „Mit dieser finanziellen Unterstützung soll die Arbeit des aktiven und fortschrittlichen Verbandes gewürdigt werden“, sagte Staatssekretär Rhein auf der Veranstaltung in dem Vereinsheim des Fuldaer Vereins für Sport und Gesundheit in Fulda. Der HBRS will die Gelder einsetzen, um den Leistungs-, Breiten- und Rehabilitationssport zu fördern. Überdies soll verstärkt in die Aus- und Fortbildung investiert werden. „Die tatkräftige Unterstützung der Landesregierung hilft uns bei der Fortführung und Weiterentwicklung unserer Arbeit einen großen Schritt weiter“, sagte Gerhard Knapp, der Präsident des HBRS. „Darüber hinaus möchten wir möglichst viele Menschen dazu anregen, bei uns mitzumachen und unsere Arbeit zu unterstützen.“ Gemeint seien damit Sportinteressierte, ehrenamtliche Helfer, Trainer, Ärzte, Freunde, Partner und Förderer. Sie sollen helfen, Barrieren abzubauen und Akzeptanz zu schaffen. Wichtig sei es auch, dass sich der Verband noch mehr öffne: „Wir müssen uns, unsere Arbeit und die Leistung der Sportler noch mehr zeigen“, sagte Knapp. „Und wir müssen sinnvolle Kooperationen suchen.“ Eine neue wurde bereits gefunden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem HBRS und dem Hessischen Fachverband für Karate unterzeichnet. Der Karateverband wird den Karatesport künftig für Menschen mit Behinderung organisieren, deren Bestandteil ein Auszug aus dem Karatesport ist – die sogenannte Kata. Sie ist körperkontaktlos und demonstriert die Technik mit einem imaginären Gegner. „Wie kaum eine andere Sportart tut Karate dem ganzen Menschen gut“, sagte Günter Baschek, der Präsident des hessischen Karateverbands. „Nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern auch Selbstbehauptung, Etikette, Tradition und Werte wie Respekt, Fairness und gegenseitiger Achtung sind wichtige Inhalte in den Karatevereinen.“ Die Ziele der neuen Kooperationspartner sind hoch gesteckt. Karate soll Paralympische Sportart werden. Der Antrag liegt dem International Paralympic Committee bereits vor. Wie engagiert man in Hessen dahinter steht, kann nun ein Kollege vom IOC berichten. Ernes Erko Kalac, der Integrationsbotschafter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Behindertensportreferent im Deutschen Karate Verband (DKV) und Ansprechpartner für das Internationale Paralympische Komitee (IPC), war ebenfalls Gast der Veranstaltung. Kalac war der treibende Motor in Sachen Anerkennung des Karatesports für Menschen mit Behinderung.

 

Text/Bilder: Anne Baun, Fuldaer Zeitung / E. Kalac, DOSB