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„IM ALLTAG SICHERER“ lautete das Motto des Gewaltpräventionskurses bei dem Selbstbehauptungstraining für Mädchen im Rahmen der Maintaler Frauenwoche 2010. S. Röhs, Präventionsbeauftragte des Hessischen Fachverbandes für Karate e. V. legte bei dieser Veranstaltung das Hauptaugenmerk auf das Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerade durch die jüngsten Presseberichte über Gewalt in Bus und Bahn beschäftigten die anwesenden Mädchen. Typische Klischees wurden besprochen und tatsächliche Gegebenheiten vorgetragen. Die Teilnehmerinnen wurden hinsichtlich Körpersprache, Opfer- und Tätertypen sensibilisiert. Da Selbstverteidigung hauptsächlich im Kopf und nur zu einem geringen Teil körperlich stattfindet, nimmt die psychologische Seite einen hohen Stellenwert ein.
Das Konzept zielt auf die Selbstbehauptung, die Selbstsicherheit, den Willen, die Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen zu stärken und nach Möglichkeit die körperliche Ebene zu vermeiden, da hier Chancen mit heiler Haut davonzukommen sehr schnell sinken, vor allem in Bodensituationen, bei mehreren Angreifern und wenn Waffen im Spiel sind. Verhaltenstraining, das Arbeiten mit der Körpersprache, der verbalen Sprache, den Distanzzonen, Grenzen erkennen, setzen und vor allem verteidigen lernen, stehen an erster Stelle. Die Präventionsbeauftragte und Rita Speranza, HFK, zeigten den Mädchen richtiges Schlagen und Treten und einfache Techniken der Selbstverteidigung. Anne Denecke, Frauenbeauftragte Stadt Maintal, hatte bereits im letzten Jahr diesen Kurs für Frauen organisiert. Weitere Gespräche zwischen der Stadt, Silke Neumann, Frauenbeauftragte HFK, und Silke Röhs folgten und so entstand der neuerliche Kurs eng an die Wünsche der Teilnehmerinnen angepasst. Weitere Kooperationen zwischen dem Frauenbüro Maintal und dem HFK sind in Vorbereitung.