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EM Jugend/Junioren 2010 in Izmir 2010 - Tagebuch

1. Tag (Anreise am Mittwoch):
In Izmir finden an diesem Wochenende die Europameisterschaften der Jugend und Junioren statt. Aus Hessen starten:
Lars Rummel, SG Nied
Annika Rummel, SG Nied
Fabienne Dyroff, SC Judokan Frankfurt
Jasmin Bleul, SC Judokan Frankfurt
Sophie Wachter, SC Judokan Frankfurt
Paul Baum, SC Judokan Frankfurt
René Lang, SC Judokan Frankfurt
Die Sportler werden, neben den Trainern BT Efhtimios Karamitsos, BJT Schahrzad Mansouri, BJT Sigi Hartl und den Betreuern des DKV, auch von den Eltern und der Pressereferentin Silke Röhs begleitet. Wir berichten täglich vom Verlauf der EM.
Nachdem die Sportler, ihre Betreuer und ihre Trainer am Morgen über München nach Izmir abgereist waren, begann abends für die Eltern ein langes warten. Bereits bei der Sicherheitskontrolle gab es die ersten Verzögerungen. Norbert, der ein Drittel im Vergleich zu meiner Kamera-Ausrüstung mitschleppte- musste seine Ausrüstung einem genaueren Check unterziehen lassen :-)
Mit viel Gelächter wurde er im Anschluss durch seine Mitreisenden empfangen. DANKE Norbert, dieser Anschlag auf unsere Lachmuskeln war enorm!!!
Nach zwei Stunden Verspätung ging auch endlich unser Flieger nach Izmir. Die Gruppe bestand nun aus zwei Reisenden mehr. Ralpf Masella, Sportdirektor DKV, und Dr. Lembke, Verbandsarzt, konnten, nach einer Odyssee über die Flughäfen Hamburg und München, mit uns den Flieger nach Izmir besteigen. Nach Mitternacht trafen wir endlich im Hotel ein und freuten uns auf den wohlverdienten Schlaf!
2. Tag (Donnerstag):
Mit Kälte und Sonnenschein begann unser Tag heute. Nach einem gemeinsamen Frühstück gingen die üblichen Vorbereitungen für die Meisterschaft los. Im Anschluss gab es einen Ausflug in die Stadt. Dort angekommen, landeten wir -wie in Paris- mitten in einer Demonstration.
Überall nur Pfiffe und Polizei.
Wir kamen aber trotzdem gut voran und gelangten zum Basar. Danach gab es einen kleinen Blick in unseren Reiseführer. Agora war unser nächstes Ziel Wir wussten weder genau die Örtlichkeit, noch was wir dort vorfinden würden. Nach einer Stunde zähen Suchens waren wir da...
DAS hatte sich gelohnt.
Die Sportler hatten heute Morgen letzte Trainingseinheiten. Gegen Mittag waren sie und die Betreuer beim deutschen Generalkonsul eingeladen. 
Lars, Paul und René demonstrierten u. a. Jion und Bunkai. Noah und Mehmet zeigten Freikampfvarianten.
3. Tag (Freitag):
Annika Rummel startete im Kata Einzel. Gut vorbereitet ging es morgens zur Halle. Annika erwischte einen sehr stark besetzten Pool. Sie musste gleich zu Anfang auf die Tatami . Annika begann stark mit Jion und siegte gegen eine Sportlerin aus Luxemburg verdient mit 5:0.
In der zweiten Runde verlor sie 1:4 gegen eine Engländerin. Diese verlor im Anschluss gegen eine Slowakin und so war leider der Einzug in die Trostrunde für Annika nicht möglich. Trotzdem ein starker Wettkampf von Annika.

Den gefährlichsten Job an diesem Tag hatte die Presse. Ungesicherte Stufe und Bänke können schon gefährlich sei. Einen Dank an dieser Stelle an unseren netten und kompetenten DKV-Arzt Dr. Lembke, an die Eltern der hessischen Athleten für die Umsorgung.

4. Tag (Samstag)
Heute starteten Jasmin Bleul und Paul Baum vom SC Judokan Frankfurt. Nach dem Frühstück ging es zur Halle. Was am Tage zuvor beobachtet werden konnte, wurde heute fortgesetzt. Verwöhnt von der EM in Zagreb nahm hier eine schlecht oganisierte Meisterschaft ihren Fortlauf. Auch heute wurde an jedem Zugang zu den Tatamis anders kontrolliert und Zugang gestattet. Dies forderte große Flexibilität von Sportlern und Trainern. Die Athleten mussten sich direkt vor dem Start setzen und die Trainer wurden nicht zur Tatami gelassen. Nicht jeder Athlet kam gleich gut mit diesen Bedingungen klar.
Auf Tatami 5 startete Jasmin mit Jion gegen eine slowakische Sportlerin (Bassai-Dai). Nicht immer sind Kampfrichter und Zuschauer einer Meinung, doch hier konnte man die Entscheidung 0:5 gegen Jasmin keineswegs verstehen.

Paul Baum gewann 5:0 mit Jion gegen einen Russen, welcher ebenfalls mit Jion startete.

Mit einer starken Kanku-Dai hatte er leider gegen einen Sportler aus der Slowakei (Bassai-Dai) mit 2:3 das Nachsehen.

5. Tag (Sonntag):
Das Team mit Lars Rummel, Paul Baum und René Lang mussten am Anfang gegen Kroatien ran. Mit Jion sicherten sie sich gegen Kanku Dai und 4:1 den Sieg. Im Anschluss stand das Team aus Frankreich auf dem Propgamm. Diese konnten das Fachpublikum wenig begeistern. Trotzdem entschieden sich die Kampfrichter für die Franzosen. Mit Goshushiho-Sho verloren Paul, Lars und René mit 2:3.



Die Franzosen kamen im weiteren Verlauf weiter und so starteten die Jungs in der Trostrunde gegen das türkische Team. Mit Unsu und einem tollen Bunkai sollte eigentlich nichts schief gehen. Die Leistung war klar besser als die des gegnerischen Teams. Leider bekamen Lars, Paul und René den Heimvorteil der anderen zu spüren und verloren.
Platz 5 bei der Europameisterschaft 2010!
Fabienne Dyroff, Jasmin Bleul und Sophie Wachter hatten anfangs ein Freilos. Ausdrucksstark und kraftvoll präsentierten sie Unsu. Dies erkannten auch die Kampfrichter und so gewann Deutschland 3:2 vor Russland.

Mit Goshushiho Sho gewannen sie gegen ein starkes italienisches Team. Doch die Leistungen der deutschen Mädels wurden wiederum mit einem Sieg belohnt.

Die Mädels des SC Judokan Frankfurt mußten gegen das Team aus Spanien ran. In einem spannenden Finale mussten sich leider die Mädels geschlagen geben. Hochverdient war Ihnen SILBER aber nicht mehr zu nehmen! Vize-Europameister 2010!

Montag (Rückreise):
Wen wunderte es, dass wieder nur eine Person durch die Bundespolizei genauer überprüft wurde..... Norbert! Seine Kameraausrüstung durfte er mal wieder auspacken und überprüfen lassen. Es macht viel Spaß mit ihm zu reisen :-)
Bilder in der Bildergalerie und beim DKV unter www.karate.de!!!!
Fotos wurden gemacht von:
Silke Röhs, HFK
Schahrzad Mansouri, HFK
Norbert Rummel
Ralf Bleul
Christian Grüner, DKV





