Besuch beim Großmeister in Frankreich

 

Vier Karate-ka des CVJM-Karate-Do Aufenau e.V. begleiteten Pfarrer Fischer zum diesjährigen Winterlehrgang am 12. und 13. November in Eschau bei Straßburg. Zu diesem großen Treffen hatte Großmeister Roland Habersetzer (9. Dan) eingeladen. So waren neben Karate-Begeisterten aus Deutschland auch Teilnehmer aus Russland, Belgien, der Schweiz und natürlich auch aus Frankreich angereist. Gemeinsam übten sie an beiden Tagen, die Karate-Techniken in Selbstverteidigungssituationen einzusetzen und sich gegen einen und mehrere Angreifer zu wehren. Daneben wurde die Einschätzung der jeweiligen Situation geübt. ›Handelt es sich um einen Bekannten, der mir freundschaftlich die Hand auf die Schulter legt, oder greift mich jemand von hinten an?‹ Diese Frage muss im jeweiligen Augenblick sofort und richtig entschieden werden. Fehleinschätzungen haben hierbei eine fatale Wirkung und Konsequenz. Auch die Vermeidung von Eskalation nahm einen großen Raum ein. Herrn Habersetzers System des Tengu-ryu befasst sich mit der Methodik, der Psychologie und der Struktur von Selbstverteidigungssituationen. Es soll den Karate-ka jeder Stilrichtung in die Lage versetzen, seine Techniken in Konflikten effektiv und angemessen einzusetzen, nachdem der Versuch einer Deeskalation gescheitert ist. Ausdrücklich wies der Meister dabei immer wieder auf die Verantwortung hin, die ein Karate-ka in einer Selbstverteidigungssituation trägt. ›Karada-no-buki – der Körper ist eine Waffe!‹
In den Trainingseinheiten beider Tage wurden zudem drei der Koshiki-Kata wiederholt: Happoren, Rokki-shu, Hakkufa (Itosu-ryu). Am Rande des großen Lehrgangs (200 Teilnehmer) nahm sich Herr Habersetzer Zeit, sich mit den Aufenauer Karate-ka zu unterhalten und sie im Weitergehen des Weges im Karate zu ermutigen.
 
 
Bildunterschrift:
 
(von links nach rechts: Tobias Hoffmann, Erik Steinberger, Lisa van der Sande, Lena Lewenhagen, Pfarrer Matthias Fischer (2. Dan), Wolfgang Lang (5. Dan) und Meister Roland Habersetzer (9. Dan))